Wie gehe ich mit Panikattacken um?

 

Eine Panikattacke ist eine Episode von intensiver Angst oder Unbehagen, welche abrupt beginnt und meist mehrere Minuten andauert. Normalerweise ist sie von körperlichen Symptomen, wie Herzklopfen, Schweißausbrüchen, Zittern, Mundtrockenheit, Atembeschwerden, Bauchschmerzen oder Übelkeit, begleitet. Personen fühlen sich in diesen Situationen schwach, schwindelig oder benommen. Vereinzelte Panikattacken sind relativ verbreitet in der Bevölkerung. Etwa 11% aller Menschen erleben eine Panikattacke in einem Jahr.

Wenn Panikattacken mehrfach auftreten und Angstgefühle bestehen, über das Ausbrechen von Panikattacken, spricht man von einer Panikstörung. Eine Panikstörung ist eine Form der Angststörungen und kann für Personen sehr belastenden sein. Grundsätzlich kann die Panikstörung aber gut behandelt werden. Psychotherapeutische Interventionen, darunter die Kognitive Verhaltenstherapie gekoppelt mit Exposition, zeigen eine hohe Wirksamkeit. In dieser Therapie werden die Hintergründe für die Panikstörung aufgeklärt und der Zusammenhang, zwischen der Angst und der Wahrnehmung, belastenden Gedanken und körperlichen Symptomen bearbeitet, über das Aufbauen von neuen positiven Denkmustern. Wichtig ist es auch, bestehende Vermeidungs- und Kontrollstrategien zu erkennen und abzubauen. Diese Helfen zwar kurzfristig die Angst zu vermeiden, langfristig aber erhalten diese Verhaltensweisen die Angststörungen. Im Rahmen der Expositionsbehandlung arbeitet der Therapeut mit Ihnen daran, sich ihren Ängsten zu stellen und damit zu lernen mit dieser umzugehen, ohne von ihr bedrängt zu werden. 

 

Luca Nischler, Zentrum Mensch