Erdende Übungen für mehr Ruhe und Stabilität im Alltag
„Erdung“ (Grounding) ist ein zentrales Konzept aus der Bioenergetik, welches darauf abzielt, eine körperliche und emotionale Verbindung zur Erde herzustellen um sich im Moment präsent, verwurzelt und stabil zu fühlen. Es bedeutet auch mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität und im Leben zu stehen, verwurzelt zu sein im eigenen inneren Erleben und in Beziehungen zu anderen Menschen.
Sind wir nicht geerdet, fühlen wir uns meist unruhig oder sind sehr verkopft, die Gedanken fliegen uns wie weg, Konzentration fällt schwer. Oder wir erleben Einsamkeit, Alleinsein, neigen vielleicht dazu Dinge zu dramatisieren und sind schnell gereizt oder fahrig. Wir brauchen also eine gute Erdung um in Ruhe und Gelassenheit unseren
Alltag zu bewältigen.
Wie kannst du deine Erdung fördern?
1. Du lenkst deine Aufmerksamkeit zu den Füßen, zum Kontakt mit dem Boden, spürst den Boden/ die Erde unter dir und du kannst dir auch vorstellen, dass Wurzeln aus deinen Fußsohlen tief in die Erde wachsen und dich mit dem Boden verankern
2. nimm deine Umwelt und besonders die Natur bewusst wahr, erlebe klar, was siehst du, welche Farben? Was hörst du? Welchen Duft nimmst du wahr? Fokussiere dich auf deine Sinne, das erdet.
3. treibe Sport, egal welchen, dabei bist du immer gut geerdet. Bei einer gleichförmigen Sportart wie Laufen oder Schwimmen kannst du auch wie in einen meditativen Zustand geraten, aber verbunden mit dem Körper bist du trotzdem
4. nimm ein heißes Fußbad mit anschließender Fußmassage, das macht den Kopf frei, zieht die Energie förmlich nach unten, so dass die Erdung sich wie von selbst einstellt
5. gönne dir eine kurze stille Meditation, in der du nur deinen Atem beobachtest, einfach Stille, sonst nichts, irgendwann hören die Gedanken auf, du bist ganz im Hier und Jetzt und geerdet
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Martina Hofer, Zentrum Mensch